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21.03.2019 20:18 Alter: 120 days

Beethovens Geheimnis – die unsterbliche Geliebte


Foto: Barbara Pálffy

Foto: Barbara Pálffy

„Wie du mich auch liebst, stärker liebe ich Dich doch. Doch nie verberge Dich vor mir.“

Wer hätte gedacht, dass dieser leidenschaftliche Satz tatsächlich aus der Feder von Ludwig von Beethoven stammt. Dass Beethoven eine heimliche Geliebte hatte und noch viel mehr über sein Leben, erfuhren wir, als wir am 14. März die Schüleraufführung des Musiktheaters „Beethovens Geheimnis“ besuchen durften. Das Stück entstand in einer Kooperation zwischen der Konzertreihe „Musik in der Pforte“ und dem Schuberttheater aus Wien und beschäftigt sich auf eine besondere Art und Weise mit dem Leidens- und Lebensweg Beethovens. Was das Stück so besonders macht, ist nicht nur die Balance zwischen Schauspiel, Text und Musik, sondern vor allem die kunstvoll gestalteten Puppen, die Beethoven, seine Geliebte und seine uneheliche Tochter verkörpern. Es war ungeheuer faszinierend zu sehen, wie die Schauspieler Christoph Hackenberg und Almut Schäfer Kubelka die Figuren zum Leben erweckten und uns in ihren Bann zogen.

Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen Beethoven und Josephine Brunsvik war traurig sowie fesselnd und erlaubte uns, Beethoven und seine Musik mit ganz anderen Augen zu sehen. Der Grund für die Geheimhaltung ihrer Liebe war die Ständegesellschaft, die damals herrschte und Beethoven, einem einfachen Musiker, verbot eine Adelige zur Frau zu nehmen. Was uns alle überraschte, war der Auftritt der Puppe Minona, die, wie sich herausstellte, die uneheliche Tochter von Beethoven und seiner Geliebten war.

Für uns Musikgymnasiasten war besonders die musikalische Gestaltung von Beethovens Werken faszinierend. Gespielt wurden diese vom „Epos:Quartett“, bestehend aus Christine Busch, Verena Sommer, Klaus Christa und Mathias Johansen, die uns mit ihrem Können und ihrer Musikalität begeisterten.

Es war eine unheimlich tolle Erfahrung, diese Verschmelzung von Theater und Musik sehen und hören zu dürfen und eine neue Sichtweise auf Beethoven kennenzulernen.

Miriam Christa, 8m